wasser

wieso malt heute kaum einer mehr das gesicht die statur
ich würde gerne auf dem balkon im regen und dahinter
regenfenster gemalt ich stünde stunde für stunde und quölle
verwischt das äußere ich das papier die farben welche farben
braun grau weiß zwischenstufen wasser wasser wasser
ist doch keine farbe ein element elementar für das ich im regen
vor regenfenster und kein wasser gut wasser und grau ja grau und
weiß sowieso braun für die erdung das geländer der balkon
und ich das gesicht verwischt stünde stunde für stunde
würde gemalt hinge jahre später noch eine wand ein
museum wäre anblick für dich blick auf mein gegenüber in
wasser wasser und braun grau weiß und du würdest an regen denken read more

kunstsommer greifbar nah

nur noch 36 stunden, und die kunst startet dieses jahr in ihren sommer. der kunstsommer in irsee ist meine schwammzeit, meinzeit, auszeit, kreativzeit, nachdenkzeit. auch wenn ich die vergangenen wochen wenig worte gefunden habe, so hoffe ich, dass das schweigen sein gutes hatte und den nährboden für sprache vorbereitet hat. weißfläche - im schreiben wie im denken und tun - ist einfach ein muss für mich. anders geht es nicht. und das sage ich mir immer und immer wieder. als trost. als aufheiterung. als seelenwandfarbe. als wissen(de).

über kreativität, meinzeit und schwammzeit

in den vergangenen und in diesen wochen habe ich sehr viel über kreativität gelesen und über die schönheit von raum und leere. ich merke, dass vor allem die themen raum, leere, das dazwischen, die stille, die ruhe in gedanken und das daraus er/schaffen mich sehr beschäftigen und mich gut begleiten. wie wird kreativität gefördert, wie kommt sie zustande, wie können wir sie in unser leben lassen –für ideen raum schaffen und diesen raum entsprechend gestalten? spannende fragen und schön, sich damit überhaupt in meiner zeit auseinanderzusetzen.

in die schwammzeit eintauchen

schwammzeit ist lese/schau/lern/wunder/impuls/hör/atemzeit. aufsaugen. sich anreichern mit dem was man sonst passieren lässt. an sich vorbei. schwammzeit: ein wort, das ich für mich geschaffen habe, um eine zeit zu benennen, in der ich zulasse. in der ich wenig selber mache oder schaffe. es zumindest nicht beabsichtige. wenn etwas kommen darf, kommt es. wenn es nur ein aktives aufsaugen ohne eigene wiedergabe ist, dann ist das sehr okay.

#schwammzeit, woche 3

wenn ich an meine dritte zurückliegende woche #schwammzeit denke, muss ich mir eingestehen, dass die arbeit fast meine komplette konzentration verschlungen hat. ich hatte wenig raum und zeit für anderes. schlimm! natürlich kann das immer mal wieder vorkommen, aber wichtig ist, dass ich es nicht zur gewohnheit werden lasse. ein gemeinsames gedicht über twitter entstehen zu lassen, hat mich am meisten diese woche gefreut und mich in einer meiner ideen bestärkt.

#schwammzeit, woche 2

während ich weiter schwammerl und die augen blicke weite, entdecke ich eine vielzahl an ideen, die bereits in mir keimten und nun aber raum luft und gedankenwasser bekommen. das ist gut so. gestern hatte einer gesagt, man sollte ideen immer nachgehen, nie einfach nur ignorieren oder sich damit trösten, sich später darum kümmern zu wollen. jetzt ist die idee da, jetzt ist der moment dafür. gib idee und momenten raum. das fand ich einen wundervollen gedanken, der hoffenlich weit über die schwammzeit hinaus trägt.

was war diese woche?