raunacht #2 (2012/13)

die zweite raunacht bringt einen text hervor, der ein neues lieblingsverb von mir enthält: verlanden. ich finde, dieses verb ist sehr passend für den impuls der zweiten nacht, denn es steckt viel von dem drin, was mich gerade bewegt.

was mich auch bewegt, ist die strophenbildung des textes… hier sehe ich einige möglichkeiten und bin selbst noch unschlüssig, welche form, welche lesart, welche betonung richtig ist. vielleicht darf es gerade in diesem fluiden bleiben und muss eben in seiner form nicht verlanden… ich überlege noch.

habe ich nichts zu sagen

ist nicht alles bereits gesagt worden. so viele male bereits. alles erzählt genannt ausgesprochen durchgekaut iteriert und geflüstert. worte um das stetig gleiche zu erzählen. sie haben sich ausgenutzt. sind abgeschabt. schattenwörter die selbst kein licht erzeugen. fristen ihr dasein. und doch wird ihnen mehr bedeutung zugeordnet als lichtwörtern die schweigen. mitunter bewusst. manchmal vernachlässigt. und ich stehe da und wundere mich dass ich nichts zu sagen habe. weil mir schattenwörter ausgegangen sind und lichtworte das licht scheuen. habe ich nichts zu sagen.

worauf ich 2012 stolz bin… und ihr so?

2012 war ein bewegendes jahr. das wird sich in den raunächten und den wunderbaren inspirationen von michaela in den kommenden tagen gewiss widerspiegeln. doch es gibt bestimmte dinge in meinem dichterdasein, die mich dieses jahr besonders berührt, bewegt, beschäftigt haben. deshalb ist jetzt auch einfach mal zeit für einen kurzen augenrückblick, um sich all des guten bewusst zu werden, das mir beim schreiben geschehen ist.

lesungsrückblick

nach dem kunstsommer in irsee habe ich auch die nächste lesung vor unbekanntem publikum gemeistert. ich habe zwei mal je drei texte gelesen, damit alles schön überschaubar und gut verdaulich bleibt. es hat funktioniert! ich bin sehr begeistert, wie gut, und es traf auch ein publikum, das der lyrik offen gegenüber stand. ist ja bei einer matinée nicht selbstverständlich. sie erwarten ja quasi "nur" kunscht - egal, welche art und vielfalt dann kommt. wurde im anschluss sogar mehrfach gefragt, wo man mich lesen könne und ob ich veröffentlicht hätte. ha. öl - sag ich da nur!

kleine lesung oder: was ich mir wünsche

nächsten sonntag darf ich bei einer lieben freundin im atelier ein paar gedichte lesen. abgesehen von den lesungen während des kunstsommers irsee ist es das erste mal für mich. freude. spannung. aufregung. doch jetzt natürlich die frage: was um alles in der welt soll ich nur lesen? es gibt ja durchaus einige texte, die bei mir in den virtuellen ordnern schlummern... nicht alle gedichte (die wenigsten eigentlich) sind für die ohren tauglich, sondern meist für die augen zum mitlesen, die brüche zum mitverfolgen, das verrücktsein der wörter zum mitschieben und neu zusammensetzen. seufz.

Und jetzt….? und jetzt…!

Das war Frau Paulchens Lyrik Monat im November 2012. Ich kann euch gar nicht sagen, wie dankbar und inniglichst beglückt ich bin. Meine Seelenwände sind himbeerrot und vanillegelb vor lauter Freude. Der #frapalymo ist super gelaufen: So viele Mitdichter wie noch nie, wunderbare Texte, ein sehr umsichtiges Kommentieren…hach, es war einfach sehr, sehr schön. Vielen lieben Dank allen Mitdichtern! Und natürlich auch herzlichen Dank an all die Impulsgeber, die beabsichtigt oder unbeabsichtigt mit Links, Worten, Fotos und ihrem Dasein inspiriert haben und es weiterhin tun.

#frapalymo Impuls für den 30. November

Nun ist er da: der Tag, an dem der November 2012 #frapalymo endet. Hier kommt der letzte Impuls für Frau Paulchens Lyrik Monat in diesem Jahr. Weitergehen wird es in fünf Monaten, wenn im Maien die Lyrik wieder duftet und blüht. Bis dahin seid ihr euch und euren Gedanken überlassen, aber ich freue mich natürlich weiterhin im Blog oder per Mail über eure Kommentare, Ergänzungen, Hinweise, Tipps, Motivationsschübe und und und.