ein wort zwei buchstaben nur / lachende seelenwände herznestern sich / du ich für ein wir / in der dauer der zeit / ein ja.
[ein besonderes #earlypoem heute aus aktuellem anlass...]
ein wort zwei buchstaben nur / lachende seelenwände herznestern sich / du ich für ein wir / in der dauer der zeit / ein ja.
[ein besonderes #earlypoem heute aus aktuellem anlass...]
gestern habe ich beim stöbern eine neue reihe zum kreativen schreiben entdeckt. von duden. und von hanns-josef ortheil. als herausgeber. ja, genau dem ortheil, der schriftsteller ist und von dem ich bislang ein buch gelesen und ein weiteres ganz neu auf meinem ebook reader habe. auf meinem nomadenweg zurück dann also schnell in die buchhandlung geflitzt und direkt eines der drei bände mitgenommen.
meine liebe mitdichterin petra feigl von formsache-feigl ist auf der suche nach jean paul. helft mit und schreibt ihr, was ihr zu ihm wisst. helft mit und schreibt ihr, was ihr nicht zu ihm wisst. jean paul wanted. ein projekt rund um die region wunsiedel und bayreuth. mit fahndungsplakat und häppcheninformationen auf dem weg zu einem gequilteten bild des dichters. also: nicht zögern. mitmachen. alle details auf der seite "wer kennt jean paul?"
im november steht der nächste #frapalymo an: frau paulchens lyrik monat. diese initiative hast fast schon tradition: parallel zum nanowrimo ist der #frapalymo vergangenes jahr entstanden mit einer wunderbaren wiederholung im mai. in kürze geht es in die dritte runde. mitmachen kann wieder jeder. und für alle zur erinnerung oder die neu hinzugekommenen, so geht’s:
ich sammle heute wörter
wie kastanien
von meinen gedankenbäumen herbst
hat sich in seelenwände genistet für das etwas
das kommt
irgendwann vielleicht schon
bald noch suche ich
die einzelnen buchstaben
die schönsten unter den gefallenen
aus hebe sie
auf trage sie
nach hause
ein innerlichst arrangement
schwarz an den ecken leicht gewellt
die erde ist ja immerzu feucht
da kräuselt sich so manches
setze sie zu wortgebilden zusammen
entkörperlicht
zum beispiel
verunglimpftlichkeit
eine schreibnacht zum medientransfer zwischen künsten ist immer interessant und sehr inspirierend und erinnert mich an den #kunstsommer in #irsee - auch hier konnte man so herrlich von den anderen künsten für das eigene werken profitieren.
legt sich milchschaum
zwischen wipfel
in den höhen der alb möchte man
im vorüberfahren
gerne ein wenig schokolade
darüberstreuen sie mit
einer wolldecke vor dem kamin
heiß schlürfen
treten sie ein
das wasser kocht bereits
ich habe mir erlaubt
eine kanne tee vorzubereiten
oh nein ich gebe immer nur buchstaben
manchmal auch wörter hinein
nie ganze sätze
fertige tees sind von minderer qualität
das schmeckt man
sie sind dann leicht bitter
viel feiner sind die losen tees
in denen sich wörter erst noch finden können
sich im siedenden wasser zu
neuem bilden
so steckt der blick in die tasse
voller erwartungen
und die seele atmet
ihr schweigen ein
nach dem kunstsommer in irsee ist es ruhiger bei mir geworden. es waren einige wochen des schweigens, des still denkens notwendig, um die eindrücke zu verdauen und im inneren den verhallenden kunstommer-stimmen nachzugehen. das tut gut, doch lässt es mich auch immer etwas ängstlich zurück, und nach einer weile dieses schweigens frage ich mich: kann ich es überhaupt noch? habe ich überhaupt noch eine stimme in mir, die ich zum ausdruck, zum erschallen bringen kann? ist mir vielleicht meine muse abhanden gekommen, weil auch sie zur stille gezwungen war?