kalendarium
aufgeblättert fällt
der druck heraus in
unser leben ein
diktat aus fremder
welt vermessen in
zahlen gefühle
ohne heimat
die nacht verlängern
die nacht verlängern
unter bettdecken die nacht in den tag verlängern
atmen wir in ecken verkrochene erinnerungen ein
und zwischen den kleidern
des vergangenen sommers hängen düfte
im schrank geräusche drücken von außen
leben in unser herz
lass uns noch ein wenig
verweile/n liebster
schnee
schnee
der boden bedeckt
tugendhaft unberührt
durchbrechen wir das silbermeer halten
glitzerflocken im augenblick
rinnen tränen als
schneeschmelze über wangen
was vor dem wäschedraht war
was vor dem wäschedraht war
(replique auf rolf dieter brinkmanns „trauer auf dem wäschedraht im januar")
klamm die erinnerungen
in den beinen
steckt noch die musik von
gestern unser tanz dabei
berührten sich mehr
als nur unsere
kleider die in kerzen
schein rauschen schlägt
die uhr
mitternacht bricht
die letzte nacht
für uns der
abschied wusch ich
mit seifenwasser fort
sprachspielgedicht
will ich
weiß was will ich
will will was
was?
was!
weiß ich ich
weiß was
ich will ich
ich weiß
labsallos
labsallos
tunken gedanken in seelennektar
wanken wir trinken uns satt
platt die sprache
vermeintlich hoch doch noch
täglich suchen meine
seine worte sanft
die stimme gluckert im gleichnis
der sechsundzwanzig
[irgendwie kann ich erstmal noch nur gedichte. der weg zurück in die prosa ist noch mit umwegen behaftet und mit verirrungen...habe hier noch keinen rhythmus im alltag gefunden. kommt aber alles...hoffe ich.]
auf dem (langen) weg zurück in die prosa
aneinanderüberlappt
inspired by music: a poem
ein gedicht inspiriert durch @_Outblast_ ! herzlichen dank für die musikbegleitung in den heutigen tag:
darunter
sterne denken herz zerrüttung
in der brust durch die tür
atem pause ein ritter auf dem boden
wo auch immer schachmatt
hielt ich sie in den armen
aber es warst nicht du
viel besser
als allein
zurückgelaufen
hatte ich dir gesagt
der schnee fällt schnee
wie die liebe
wo es gerade passt
übersetzung und nachdichtung eines gedichts von anna de noailles (1876-1933)
lang schwierig traurig war es
dir meine liebe zu offenbaren
meine stimme schwang empor
verweigerte sich
der stolz unterlag
verletzt
wie nur weiß ich wirklich nicht
habe ich dir meine liebe gestehen können
den schatten gefürchtet das erstaunen
deines auges schön wie die farben des tages
ich habe es dir gesagt
alles gesagt habe ich mich damit abgefunden
und doch
wie ein schwan
lege ich meinen kopf unter meine schwingen
e-mail-impuls: alte neue welt
nachdem ich ja vergangenes jahr alle 52 e-mail-impulse mitgemacht habe und sehr dankbar für michaelas lektorat bin, werde ich dieses jahr nochmals alle impulse als ideen aufgreifen und fest am dichten bleiben. hier das erste gedicht, das aus diesen impulsen 2012 entstanden ist: