#frapalywo tag 3, text 3 – sprache und heimat/heimatwoche

sprache körpernah

ein paar sprachkleider
liegen im koffer
reisebereit und je nach mensch
der er ist sein möchte
wechselt er sich am tag
schlüpft in diese jene heimat
in erinnerungen zeiten reist
mit lauten wendungen betont
im satz

mitunter fehlen ihm worte
selten das gefühl
im ich ich sein
zu dürfen

#frapalywo heimat-impuls für tag 3

eigentlich sind die drei begriffe heimat-zuhause-fremde sowas wie eineiige drillinge. sie sind sich so nah, können nicht mit, können nicht ohne einander, obwohl ein jedes seine eigenen (charakter)stärken hat.

ich finde, heimat ist uns vor allem auch im täglichen umgang ganz nah, gerade uns poetisten, denn: „heimat ist sprache, sprache ist heimat“. so lautet auch der impuls für text 3 der #frapalywo.

können wir uns in einer anderen sprache nicht gut ausdrücken, kommt uns ein stück heimat, abhanden. sprache ist heimat, sprache ist ich, ebenso wie das erlernen einer neuen sprache uns eine zweite (dritte, vierte) heimat bringen kann. so sehe ich das, aber vielleicht seht ihr das ja ganz anders?! ich freue mich auf eure sprach- und heimattexte! read more

#kuso17: andrucken

sonntag ist immer der erste richtige lange tag des kunstsommers. es ist ein langsamtag für mich. ein einfühlen. in die gruppe die thematik die prozesse. ein einhören auch. in begrifflichkeiten in fachsprech in mich.

der tag startet mit dem morgenimpuls. er ist angebot für alle, pflicht für mich. ich mag ihn nicht missen. diese viertel stunde in der klosterkirche als wegbereiter in den tag. am sonntag mit bassklarinette und auf tonspuren.

mit der meisterklasse der druckgrafik bin ich nach textile art vergangenes jahr ein weiteres wagnis eingegangen. nach wie vor versuche ich, meine texte in eine andere textur zu bekommen und ihnen neben der les-, hör- und spürbaren schicht eine weitere „wahrnehmbare“ schicht hinzuzufügen. read more

#kuso14: baumarkt kunstmarkt tanzcarré

tag drei in den kursen. am morgen eine exkursion in den baumarkt. eine schar dichter und dichterinnen orientieren sich an dichtungen fugen und schädlingsbekämpfungsmitteln. wir sammeln begriffe und werbesprüche, wundern uns über die absurdität (in) der sprache und über die poesie, die uns dabei und ganz beiläufig begegnet. ausgangsfragen wie „mein gedicht ist eine bemooste regenrinne“ beschäftigen uns vor ort und stelle und weiter am tag. erste wort- und begriffssammlungen führen zu neuem denken und texten in fremden gebieten.

labsallos

labsallos
tunken gedanken in seelennektar
wanken wir trinken uns satt
platt die sprache
vermeintlich hoch doch noch
täglich suchen meine
seine worte sanft
die stimme gluckert im gleichnis
der sechsundzwanzig

[irgendwie kann ich erstmal noch nur gedichte. der weg zurück in die prosa ist noch mit umwegen behaftet und mit verirrungen...habe hier noch keinen rhythmus im alltag gefunden. kommt aber alles...hoffe ich.]