an so vielen meinzeitmorgen setzt man sich an den schreibtisch, öffnet den laptop und checkt seine mails, wovon die meisten unspektakulär sind: newsletter, twitter-benachrichtungen, durchgesickerter spam... und dann gibt es diese meinzeitmorgen, wo eine mail eine kleine seelenwanderschütterung auslöst, weil wand und boden vor freude wackeln.
Monatsgedichte
wir wohnen
in haut
falten am hals
hinter ohrläppchen
jasmin und bergamott und
unsere zwei kammern
tapeziert mit atem
zug um zug
näher noch
ganz
sterne im see
das monatsgedicht für den mai konnte werner k. bliß für sich entscheiden. herzlichen glückwunsch! das thema war: gedichte auf bilder und skulpturen. und natürlich hat auch frau paulchen wieder mitgemacht. und das war mein beitrag auf l'or de l'azur von miró:
verwehrtes glück: unten liegen
die gewinnerin des monatsgedichts zum thema "verwehrtes glück" heißt gerda steger - zurecht hat sie mit einem sehr intensiven gedicht gewonnen. herzlichen glückwunsch!
meine einreichung möchte ich euch natürlich auch nicht "verwehren". bitteschön:
das monatsgedicht im januar
das monatsgedicht im januar geht an oliver füglister mit seinem "unstille" - herzlichen glückwunsch! thema waren film- und kinogedichte. mit meinem war ich von anfang an nicht vollauf zufrieden: eine diva, die ihren eigenen kopf hatte. ich denke, dieses gedicht darf weiter ruhen und reifen, bis es sich dann eines tages einer überarbeitung hingibt, divenhaft...
Das Monatsgedicht im Dezember
Nachtgedanken - so lautete das Thema für die Monatsgedichtrunde im Dezember. Gestern ist Marlies Blauth mit ihrem Gedicht "nachts" ausgezeichnet worden. Wohl verdient und herzlichen Glückwunsch! Ich habe auch wieder mitgemacht. Hier sind meine Nachtgedanken:
ein liebesgedicht
Das Monatsgedicht im Oktober sollte ein Liebesgedicht sein. Hach, die Liebe, die Liebe. Die Entscheidung ist nun gefallen und gewonnen hat Klaus Roth mit seinem Beitrag "das schweigen". Herzlichen Glückwunsch! Mein eingereichtes Liebesgedicht will ich euch nicht vorenthalten. Auch wenn es die Jury nicht überzeugt hat, mir gefällt's. Bitte sehr:
Nachdichtung: „rêve pour l’hiver“ von Rimbaud
Für das Monatsgedicht von Unternehmen Lyrik hatte ich eine Nachdichtung von Rimbauds "rêve pour l'hiver" eingereicht. Gewonnen hat Johanna mit einem französischen Volkslied - herzlichen Glückwunsch! Ich wollte euch meinen Beitrag zu den Monatsgedichten aber nicht vorenthalten, deshalb stelle ich ihn euch in den Post. Bei diesen Übersetzungen oder Nachdichtungen ist ja immer die Frage, wie eng bleibt man am Text.
Das Monatsgedicht für August ist entschieden…ich bin es nicht
Jetzt ist es raus: Die erste Runde der neuen Monatsgedichte von Michaela geht nicht an mich. Natürlich finde ich das zunächst superschade, denn mir hat mein eigenes Gedicht dieses Mal echt sehr, sehr gut gefallen (eigentlich gefallen mir ja meist meine Gedichte - zumindest, wenn ich sie irgendwann für "fertig" erachte, aber das hier hat mir ganz besonders gut gefallen, na ja, ihr wisst schon).
Nachdichtung von einem e. e. cummings Gedicht
Inspiriert durch die Aufgabe des derzeitigen Monatsgedichts von Michaela habe ich ein Gedicht von e. e. cummings angeschaut und nachgedichtet. Es soll keine 1:1-Übersetzung sein und erhebt nicht den Anspruch, seinen Rhythmus, Klang, Wörter zu übertragen. Sein Gedicht ist vielmehr die Basis für das nachgedichtete Gedicht. Deshalb kommt mir jetzt bitte nicht mit "das ist aber nicht korrekt übersetzt und trifft überhaupt nicht den Ton" um die Ecke.