#kuso17: feiern

die große kunstsommernacht. oder: ein tag wird auf eine nacht reduziert.

das ferne gebilde vom anfang der woche ist greifbar und präsent geworden. nicht für die kunstsommernacht allein arbeiten alle meisterklassen und doch arbeiten sie allein für die kunstsommernacht. weil sie ein feiern und festen und zeigen und abschließen darstellt. die rundung der strecke.

als vorbereitung darauf tut der impuls am morgen gut. erneut yoga atemübungen besinnen. die paar minuten der stille und konzentration sind an diesem tag besonders, da ausnahmen. und so genieße ich übungen wie den planetengruß und die anleitung zur kurzen reflektion. dankbar sein. read more

#kuso17: abschließen

der kunstsommer geht zu ende. freitag ist der letzte arbeitstag in den klassen. in allen räumen ist eine gewisse hektik zu spüren. mal mehr, mal weniger. mal glücklicher, mal verzweifelter. mal panisch hektisch, mal schwatzend kichernd hektisch.

ein allgemeines abschließen der arbeiten. aufräumen und das getane wirken lassen. die druckgrafiker gehen mit stapelweisen papieren aus dieser woche. meine arbeiten weniger in serie, mehr im einzelnen. ich schließe die woche für mich mit einem guten gefühl ab. und freue mich auf die kunstsommernacht. und die weiteren vorbereitungen bis dahin. read more

#kuso17: weitermachen II

der donnerstag die fortsetzung von mittwoch. immer und sowieso aber auch in diesem kunstsommer. es geht um die feinarbeit beim druck. das letzte fitzelchen papier auf die eigene arbeiten. das in form bringen der papiere. das beiseitestellen der werke für die ausstellung in der kunstsommernacht.

zudem beginne ich, holz zu bearbeiten und für einen druck vorbereiten, den es aus zeitgründen hier nicht mehr geben wird. vielleicht werde ich noch nichtmal mit der bearbeitung der druckplatte fertig. anstrengende und zeitintensive handarbeit. mühsames abtragen der schichten. um mich herum: drängeln für plätze an der presse. papierbögen um papierbögen verschwinden unter der presse. stapelweise trocknen drucke farbe motive. read more

#kuso17: weitermachen

am mittwoch die halbzeit des kunstsommers. erfahrungsgemäß eilt ab jetzt die zeit. bis zur großen kunstsommernacht, bis zur abreise am sonntag. in den klassen eifriges arbeiten. nachtschichten werden eingelegt.

ich habe mich entschlossen, die panischen bewegungen und die hektik im wasser abzulegen. nur noch zu schwimmen. frei zu schwimmen. in dem, was ich sehe erlebe erfahre. in dem, was ich nicht tun möchte, weil es nicht mein weg ist. liz zeigt mir arbeiten, die mich ansprechen. daniela erklärt kompositionen eines bildes. ich lerne. ich sehe. ich staune. read more

#kuso17: suchen und finden

ich lerne derzeit einiges über das suchen und das finden. das suchen vor allem. im kleinen das finden. so suche ich wege formate umsetzungen. ich suche möglichkeiten alternativen bewegungen. ich finde. eine spur hier. ein gefühl dort. es ist ein ganz neues erleben dieses kunstsommers. vielleicht wird dieses erleben so prägend wie der erste.

der chor trägt uns in den tag mit dem impuls am morgen in der klosterkirche. der chor trägt uns aus dem tag mit der abendwerkstatt. hören und fühlen. erzählt bekommen und erfahren. ein lauschen im ganzen, das sich zum inneren lauschen gesellt. ein rahmen. read more

#kuso17: schwimmen

ich schwimme. gerne würde ich sagen können, ich schwimme im see. im flow. im glück. doch vielmehr schwimme ich armrudernd luftschnappend. bemüht, nicht unterzugehen. die druckgrafik fordert mich und überfordert mich vielleicht auch. ungewohnte arbeitsweisen techniken begrifflichkeiten doch einer völlig anderen welt. ich bin auf der suche nach verständnis zum einen und nach realisierung zum anderen. oder auch: der zweite kurstag war anstrengend.

es sind definitiv grenzen, die ich hier erlebe. eine konfrontation mit dem eigenen. von einem durchbruch noch keine spur. dieser zustand verwirrt beschäftigt belastet verstört. read more

#kuso17: andrucken

sonntag ist immer der erste richtige lange tag des kunstsommers. es ist ein langsamtag für mich. ein einfühlen. in die gruppe die thematik die prozesse. ein einhören auch. in begrifflichkeiten in fachsprech in mich.

der tag startet mit dem morgenimpuls. er ist angebot für alle, pflicht für mich. ich mag ihn nicht missen. diese viertel stunde in der klosterkirche als wegbereiter in den tag. am sonntag mit bassklarinette und auf tonspuren.

mit der meisterklasse der druckgrafik bin ich nach textile art vergangenes jahr ein weiteres wagnis eingegangen. nach wie vor versuche ich, meine texte in eine andere textur zu bekommen und ihnen neben der les-, hör- und spürbaren schicht eine weitere „wahrnehmbare“ schicht hinzuzufügen. read more

#kuso17: aufwärmen

alle jahre wieder… zum sechsten mal reise ich nach irsee. fühle mich beinahe wie ein teil der einrichtung und beziehe dasselbe zimmer, zu dem ich eine beziehung aufgebaut habe. entdecke dieselben ausblicke einblicke perspektiven in einem raum, den ich beginne, „sommerheimat auf zeit“ zu nennen. das neue wird hinzukommen und diesen außenraum wie meinen innenraum wachsen lassen.

die nächste #frapalywo ab 7. august

nach der ersten #frapalywo im februar und der zweiten im mai, lade ich euch zur dritten lyrikwoche im august ein. starttermin ist 7. august und damit nach meiner kunstsommerwoche, denn in der tat werde ich diese woche in irsee gänzlich für mich, meine stimme, meine findung nutzen wollen (danke @stachelvieh für deine worte dazu!).
#frapalywo – das steht für frau paulchens lyrik woche und bedeutet 7 tage, 7 texte, 1 thema.

meine stimme

meine stimme ist eine andere geworden. sie ist ruhiger, schweigt viel. sie sieht die welt, und doch sieht sie sie weniger in worten. vielleicht hat meine stimme auch ihre stimme verloren. die verdichtungsstimme. und die wiederum ihre stimme. die empfindungsstimme. und die wiederum ihre. die betrachtungsstimme. vielleicht ist es die zeit, die eine andere ist. für all diese stimmen. vielmehr sind es bilder, die entstehen wollen. wo sich das eine mit dem anderen nicht trifft. in diesem leerraum „wo“ bin ich gerade. ob ich gefangen bin oder mich nur aufhalte – wer weiß das schon. womöglich ist allein die frage bedeutungslos. denn hier bin ich. read more