#frapalymo 25mai16: reisen

ich bin zurück in der zukunft mit dem geschmack von zuckerwatte
unbeschwerte geschmeckte kindheit
und der ruf der mutter
das sei künstlich und schmecke nach nichts außer nach süß
waisenworte des jahres 82

den rosa klebetraum in der hand
das nadelstreifenkostüm um meinen körper gewickelt
sehe ich mich in den augen der anderen lache
lache das absurde aus meiner brust
und kehre erneut zurück in die zukunft
zum weißen baumwollhängerchen zur
hängematte zum ich

#frapalymo 21mai16: donaudelta

allein das wissen um die weite in die das hier
führen kann. den unverstellten unverbauten
ausblick auf blau mit irgendwas dahinter. wobei
das irgendwas nebensächlich weil das hier überdimensional
fast schon unheimlich mit seinem ewigkeitscharaker.
getreudoof also der blick darüber.
wie ein kind das zum ersten mal und nicht ein mensch
der bereits fünfzigtrillionen tagesaufgänge in der theorie
in wahrheit und bei sorgfältiger rechnung zwei.
der blick darüber also. verklärt.
so muss das. erzählst du holst mich auf tatsachenböden zurück. aber
wenn alle wieso ich.
wieso ich.
mit dem scheinbar besonderen in der scheinbar unscheinbaren
nicht ausdifferenzierten welt. fragst du dich bekommst
als antwort.
der fluss. read more

#frapalymo19mai16: hier im wald

ein wald im mai. hier spukt mein ganzes leben.*
ich sehe hinter jedem baum auch ast die fratzigen
gestalten. fühle sie in meinen gedanken
wie zeckenbisse am bein. ignorant. zu anfangs. sie
juken kratzen hirnhautentzündung werden. im alles-zu-spät. so
schön ist das nicht das grüne farn das
dunkle moos der schmetterling im lost place paradise.
so düster mehr. so tief. verloren. die seelensuche
der gespensterjagd gewichen. mein leben. so.
hier im wald. mai.