#schwammzeit, woche 3

wenn ich an meine dritte zurückliegende woche #schwammzeit denke, muss ich mir eingestehen, dass die arbeit fast meine komplette konzentration verschlungen hat. ich hatte wenig raum und zeit für anderes. schlimm! natürlich kann das immer mal wieder vorkommen, aber wichtig ist, dass ich es nicht zur gewohnheit werden lasse. ein gemeinsames gedicht über twitter entstehen zu lassen, hat mich am meisten diese woche gefreut und mich in einer meiner ideen bestärkt.

„komm, wir dichten ein gedicht. du fängst an.“

hängt der mond
sein gesicht in den see

zur rechten ein kleiner stern
erzittert wirr
im spiegel windgehauchter wellen
reiter traben durch
still hallende wort welten
worte
über holzwege geführt schwach vom sterne
heimgeleuchtet
wahre worte warme worte
moorversunken sanft verschwiegen(er) mond
erzittert zwischen stern schatten worte worte welten wählten
holz duft dein see
deine seele inmitten
wortloser stille ruht
aufatmender stern hängt sein gesicht

#schwammzeit, woche 2

während ich weiter schwammerl und die augen blicke weite, entdecke ich eine vielzahl an ideen, die bereits in mir keimten und nun aber raum luft und gedankenwasser bekommen. das ist gut so. gestern hatte einer gesagt, man sollte ideen immer nachgehen, nie einfach nur ignorieren oder sich damit trösten, sich später darum kümmern zu wollen. jetzt ist die idee da, jetzt ist der moment dafür. gib idee und momenten raum. das fand ich einen wundervollen gedanken, der hoffenlich weit über die schwammzeit hinaus trägt.

was war diese woche?

#schwammzeit, woche 1

die erste woche meiner #schwammzeit ist vorbei, und ich muss sagen, ich finde "schwammerln und schwammzeiterln" anstrengender als gedacht. bewusstes sehen und aufnehmen, impulse aufsaugen und sich diese wirklich einverleiben, ist nicht so einfach. noch bin ich mit mir nicht so zufrieden, wie ich es gerne wäre - ich merke, dass ich üblicherweise viel zu oberflächlich dinge betrachte und nicht in die tiefe gehe. das wird jetzt mit der schwammzeit deutlich.

der morgen

der morgen
dämmerung in
unseren köpfen licht
umsäumt/e straßen
nähte brechen
die nacht auf

wärme folgt kühle.

EDIT

nach dem feedback aus dem lyrikkurs habe ich noch ein wenig überarbeitet, damit noch mehr tempo in das gedicht kommt. hier die neue und überarbeitete version. danke, michaela!

dämmerung in
unseren köpfen licht
umsäumt/e straßen
nähte brechen
nacht auf

wärme folgt
kühle