mit dem heutigen tag geht die vierte und letzte woche #schwammzeit zu ende.
#schwammzeit, woche 3
wenn ich an meine dritte zurückliegende woche #schwammzeit denke, muss ich mir eingestehen, dass die arbeit fast meine komplette konzentration verschlungen hat. ich hatte wenig raum und zeit für anderes. schlimm! natürlich kann das immer mal wieder vorkommen, aber wichtig ist, dass ich es nicht zur gewohnheit werden lasse. ein gemeinsames gedicht über twitter entstehen zu lassen, hat mich am meisten diese woche gefreut und mich in einer meiner ideen bestärkt.
„komm, wir dichten ein gedicht. du fängst an.“
hängt der mond
sein gesicht in den see
zur rechten ein kleiner stern
erzittert wirr
im spiegel windgehauchter wellen
reiter traben durch
still hallende wort welten worte
über holzwege geführt schwach vom sterne
heimgeleuchtet
wahre worte warme worte
moorversunken sanft verschwiegen(er) mond
erzittert zwischen stern schatten worte worte welten wählten
holz duft dein see deine seele inmitten
wortloser stille ruht
aufatmender stern hängt sein gesicht
#schwammzeit, woche 2
während ich weiter schwammerl und die augen blicke weite, entdecke ich eine vielzahl an ideen, die bereits in mir keimten und nun aber raum luft und gedankenwasser bekommen. das ist gut so. gestern hatte einer gesagt, man sollte ideen immer nachgehen, nie einfach nur ignorieren oder sich damit trösten, sich später darum kümmern zu wollen. jetzt ist die idee da, jetzt ist der moment dafür. gib idee und momenten raum. das fand ich einen wundervollen gedanken, der hoffenlich weit über die schwammzeit hinaus trägt.
was war diese woche?
highlights zwischendurch #schwammzeit
wenn sich beim schwammerln ideenfunken in gehirnwindungen absetzen gären reifen dann in ein mein herz fallen nestern sich im inneren auge spiegel ich mich in in/spirationsreflex/ktion.
#schwammzeit, woche 1
die erste woche meiner #schwammzeit ist vorbei, und ich muss sagen, ich finde "schwammerln und schwammzeiterln" anstrengender als gedacht. bewusstes sehen und aufnehmen, impulse aufsaugen und sich diese wirklich einverleiben, ist nicht so einfach. noch bin ich mit mir nicht so zufrieden, wie ich es gerne wäre - ich merke, dass ich üblicherweise viel zu oberflächlich dinge betrachte und nicht in die tiefe gehe. das wird jetzt mit der schwammzeit deutlich.
sieben kurse. ein jahr. was bleibt.
gestern ging der siebte und letzte lektoratskurs zu ende. für mich war das ein sehr intensives jahr mit dem ergebnis: sophie paulchen – lyrikerin.
allein wegen dieser erkenntnis war die kursreihe wichtig und wertvoll. und weil das, was hinter dem oberbegriff lyrik steht, in der sprache und ausarbeitung für mich form angenommen hat.
der morgen
der morgen
dämmerung in
unseren köpfen licht
umsäumt/e straßen
nähte brechen
die nacht auf
wärme folgt kühle.
EDIT
nach dem feedback aus dem lyrikkurs habe ich noch ein wenig überarbeitet, damit noch mehr tempo in das gedicht kommt. hier die neue und überarbeitete version. danke, michaela!
dämmerung in
unseren köpfen licht
umsäumt/e straßen
nähte brechen
nacht auf
wärme folgt
kühle
verwehrtes glück: unten liegen
die gewinnerin des monatsgedichts zum thema "verwehrtes glück" heißt gerda steger - zurecht hat sie mit einem sehr intensiven gedicht gewonnen. herzlichen glückwunsch!
meine einreichung möchte ich euch natürlich auch nicht "verwehren". bitteschön:
ein experiment aus der schreibnacht
mit sprache spielen ist ja immer wunderschön. bei der gestrigen schreibnacht habe ich einen versuch gestartet in bezug auf mehr "viellesbarkeit" und vielschichtigkeit. ihr müsst euch das gedicht etwas mehr erarbeiten als sonst, aber es hat spaß gemacht...mitunter kann ich diese spielart sicherlich gut gezielt einsetzen.