mitunter
mitunter still
an manchen tagen schreien sie
dir die ungeradheit ins gesicht
das nichthaben
schieben sie vor sich her
mitunter
still
mitunter
mitunter still
an manchen tagen schreien sie
dir die ungeradheit ins gesicht
das nichthaben
schieben sie vor sich her
mitunter
still
oh, ein auftakt, ein auftakt! die liebe in ihren facetten, anmutungen, absonderlichkeiten, abgründen. ein schön in unserem textreichtum! vielen dank an euch alle und wunderbar, euch wieder zu lesen mit euren stimmen und stimmungen! danke!
nach so viel gefühl wird es reduzierter, vielleicht auch mathematischer, zumindest faktischer. der impuls für das gedicht am 2. november des #frapalymo lautet: „die zahl drei/3“.
ob ihr die zahl drei einbaut, ein triptychon schreibt, ein dreizeilentext oder euch die zahl drei nur als impuls für einen komplett anderen gedanken dient….das ist in all der poetischen freiheit euch überlassen.
sichtweisen
siehst du die tage unserer zeit
vergehen
die blaue stunde, mein lieber
und der flug der kraniche über der stadt
ein fort ein hinweg
meine liebe
sieh die felder verlassen
der boden karg, die erde hart
ein bleiben ein sein
geliebter
die bäume sie schlafen sie träumen
das lied eines winters die länge
einer nacht oder zwei
was wir haben und werden
was wir hatten und waren
ein flügelschlag
gen süden nimmt uns mit
oder auch nicht
bleiben wir hier oder tragen uns
fort
willkommen bei frau paulchens lyrik monat oder kurz: #frapalymo. im november geht es um 30 tage, 30 gedichte, no excuses. wir verdichten die tage, verlängern die augenblicke, verweilen im gestern, vergessen das heute…. was auch immer ihr euch für diesen monat vorgenommen hat: lyrisch und poetisch wird er auf jeden fall werden!
schön, dass ihr dabei seid – ein erstes mal womöglich, vielleicht auch wiederholt, vielleicht lest ihr auch nur mit. alles ist möglich, alles ist erlaubt, so lange ihr gut zu euch und den anderen seid und auf eure seelenwände und die der anderen rücksicht nehmt!
auch wenn november in der jahresgesamtschau gesehen nicht mein lieblingsmonat ist, so gewinnt er eindeutig an charme durch das dichte und verdichtete. denn november ist #frapalymo-zeit – oder auch: frau paulchens lyrik monat.
im november wird das motto erneut lauten: 30 tage, 30 gedichte, no excuses!
im gegensatz zu den dichterwochen oder frau paulchens lyrik woche (#frapalywo) wird es nicht ein thema für den gesamten monat geben. wir bleiben frei in der wahl der tagesimpulse, und wenn ihr ideen für einen impuls habt, dürft ihr sie mir gerne mitteilen – auf twitter oder per mail an sophie[at]paulchenbloggt.de – und ansonsten dürft ihr euch einfach durch meine wahl überraschen lassen.
september
september
in einem kleinen häuschen in cornwall
ein liebesgruß
(die arbeit einer nacht)
rechnung
11-17, 21-27, ok, uk,
subgingivale antibakterielle lokalapplikation
feed me
(mehr als nur schöne bilder)
(den jungen frauen möchte ich sagen
es gibt auch nach 45 noch ein leben)
tempo tempo
in einem kleinen häuschen in cornwall
im september
jenseits
auf grund
denkst du bist du
das verstörerische zerstörte als kompagnon deiner selbstverständlichkeit
(die eltern hatten recht als sie dir davon abrieten wohin kind
hatten sie gesagt soll das führen wohin hattest du erwidert
es mich treibt)
und nun
bist du denkst du
an diesem ort jenseits des wünschens
wo die nacht den tag gefressen
und die ratten nehmen den rest
(und das gefühl des treibens ein stück unangenagte erinnerung auf einem häufchen das keiner will)
auch die eltern nicht denn die hatten recht
paarweise
ich mag keinen fisch sagst du als du den karpfen siehst
aber es ist weihnachten erwidere ich
das ist mir egal meinst du
das gehört sich so ich
aber ich mag keinen fisch du
das bringt glück sagt man ich
das ist mir egal du
versuche ihn der ist lecker ich
ich esse keinen fisch deinen fisch ess ich nicht du
wir setzen diese bedeutungsvolle nichtkonversation als zeichen
unserer verbundenheit bis zum nachtisch fort
zu dem es die plätzchen deiner mutter gibt
wenigstens diese seite der familie klappt
du
er
er ist abgefahren
du starrst hinaus siehst ein stück see vor dir
er ist abgefahren
die zweite kuhle im kopfkissen als einziger beweis einer früheren präsenz er war er ist
abgefahren
das konzept liebe mit stillstand auf der vorstufe (zum wiederholten male, was ein konzept eine bloße theorie werden lässt)
er ist abgefahren
er wie die anderen und du allein du allein du allein (die kuhle hast du längst glatt gestrichen)
er ist abgefahren
der see (ebenso glatt gestrichen) offeriert heute nicht viele möglichkeiten außer der des endgültigen
er. ist. abgefahren.
du bleibst uferlos zurück
tonalität
dreh dem meer den ton ab
so einfach
es bleibt
blau
mehr oder weniger
(die bedeutungsschwangere ewigkeit ist sofort ein stück näher gerückt)