der blick weit

der blick weit
hoch oben der blick weit
gen süden die gedanken fliegen
zugvögel zu dir reist
meine liebe auf federn gebettet
der schmerz so weit so
weit weg der alltag sitzt
fest in unseren gliedern
frage ich dich was ist es was
um flügel zu strecken federn
zu putzen sich auf zu machen
zu dir zu dir
was
wenn der blick hoch oben weit
gen süden gerichtet
frage ich mich

macht mit beim #frapalymo

in anlehnung an den nanowrimo - den national novel writing month - rufe ich den ersten frapalymo aus: frau paulchens lyrik monat. leider werde ich nach zwei jahren erfolgreicher teilnahme beim nanowrimo dieses jahr nicht mitmachen. weil? weil mein schwerpunkt derzeit auf lyrik statt auf prosa liegt. ich könnte also schon. will aber nicht. und damit ich trotzdem im tristen monat november etwas habe, das meinen tag, mein leben, mich erhellt, initiiere ich den frapalymo.

licht das die schatten vergisst

zauber frau mondin schaut mit großen augen auf die welt herab im sumpf der eitelkeiten versessen vergessen die liebe im abfluss wasserhahn aufgedreht nochmals nachgespült und mit essigreiniger desinfiziert suchen wir reinheit und finden dabei doch die welt als moloch wieder denn das ungesehene ist nicht das nicht existente wir tragen alle altlasten mit uns und währenddessen blickt frau mondin aus einem idyll auf das saubere dieser stadt das im verborgenen stinkt und modert doch sie sie sieht die welt nur an der oberfläche und genau darin liegt der zauber ihrer macht unser sehnen streben und

nebel

nebel
in tröpfchen so dass die luft
ein glitzermeer vaporisiert die
welt das gemüt umhüllt
weiße nebelschwadentücher
hängen morgens an der
wäscheleine

bis zum verlust
zeit raum zum bis
die sinne sich zieht sich
der nebel in ecken
bis zu der stunde

erst ab
stand der morgen
distanziert präzisiert
sich die sicht licht
leben gewinnt klarheit
aus der entfernung
ist alles